Den Opfern rechter Gewalt unser Gedenken. Den
Tätern unser Kampf. Gegen soziale Ausgrenzung, Rassismus und
Eliten-Chauvinismus. Wir fordern einen Gedenkstein für Dieter Eich.
Am 25. Mai 2000 wurde Dieter Eich von vier Neonazis
in seiner Wohnung in Berlin-Buch umgebracht. Die Täter gaben später an,
sie hätten einen “Assi aufklatschen” wollen, der ihrem Weltbild nach nur
eine Last am sogenannten “Volkskörper” sei. Auf die Einteilung in
“wertes” und “unwertes” Leben haben jedoch Neonazis kein Monopol,
sondern in ihrer Gewalt zeigt sich nur die schlimmste Steigerung von
Hetze und Sozialneid, die tief in der Mehrheitsgesellschaft verwurzelt
sind. Im der Politik, wie auch am Stammtischen wird von arbeitsfaulen
Sozialschmarotzern oder von der berühmten “spätrömischen Dekadenz”
gesprochen. All dies fördert ein Klima der sozialen Kälte. „Nur wer
arbeitet soll auch essen.“ und ähnliche Losungen bereiten die
ideologische Rechtfertigung, die sich schlussendlich in physischer
Gewalt gegenüber sozial schwächeren Menschen entlädt.
Auf unserem monatlichen Tresen der Red & Anarchist
Skinheads Berlin-Brandenburg und den North East Antifascists informieren
wir euch heute über den aktuellen Stand der Antifamobilisierung zum
geplanten Naziaufmarsch am 2.6. in Hamburg. Das Siempre Antifascista
Bündnis mobilisiert dort von Berlin aus hin! Außerdem gibt es BeVökü,
Kicker for free, kühle Getränke und Ska-, Reggae-, Punk- und
Hardcoremucke vom Band. Nutzt die Gelegeheit um uns bei einer
gemütlichen Atmosphäre besser kennen zu lernen! Join the antifascist &
anticapitalist struggle! Eintritt frei!
Im August 2012 jährt sich das Pogrom von
Rostock-Lichtenhagen zum 20. Mal. Wir werden darum mit einer
überregionalen Kampagne versuchen die Ereignisse von 1992 nachzubereiten
und aktuelle rassistische Diskurse, so wie die bundesdeutsche
Flüchtlingspolitik kritisch angehen – und natürlich praktisch angreifen!
Veranstaltung: 1992: Rassistische
Pogrome in Mannheim mit Matthias Möller 17.05.2012 |
20:00 Uhr | Vetomat (Scharnweberstraße 35)
mehr...
Workshop zu Internetsicherheit. Ein_e Referent_in
wird uns die Verschlüsslungssysteme PGP (für Emails) und TrueCrypt (für
Datenträger) näher bringen. Außerdem soll es um anonymes Surfen und
Chatten im Internet gehen. Warum ist es für politische Aktivist_innen
wichtig, zu verschlüsseln? Bringt eure Computer mit. Anschließend
politische Mucke und kühle Getränke am Tresen.
Red & Anarchist Skinheads Berlin-Brandenburg und das
Siempre Antifascista Bündnis präsentieren euch die Bands
Opció K-95
(Redskin-Oi!/Streetpunk / Barcelona),
One Step
Ahead (Antifascist Hardcore-Punk / Limbach Oberfrohna),
Tesla Cessna
(Antifascist Punk / Greifswald) und
Puris Ani (Left
Radical Acro Punk / Berlin). Im Anschluss Party!
Auch im Jahre 2012 findet das "Open Air for Open
Minds" wieder im Nord-Osten Berlins statt. Vom 1.-3.6. wird ein
extravagantes Line Up für Stimmung sorgen und eine bunte Ansammlung von
Ständen Theathergruppen, Austellungen un vielem mehr rundet das Festival
ab. Erstmalig wird dieses Jahr unser Open Air nicht im Maxim
stattfinden, im ersten Juniwochenende laden wir euch alle auf das
Gelände des
Oktopus ein. Also haltet euch auf dem Laufenden.
Nachdem wir das 20 Jahre Bunte Kuh Festival letztes
Jahr aus bau- und brandschutztechnischen Gründen verschieben mussten,
laufen die Vorbereitungen jetzt wieder. Das Festival wird dieses Jahr
unter dem Motto “20 (+1) Jahre Bunte Kuh – Disteln im Beton – Jetzt erst
recht!” vom 06. bis 08.09.2012 auf dem Gelände der Bunten Kuh statt
finden. Das Line-Up wird sich leicht verändern, achtet auf aktuelle
Ankündigungen auf unserem Blog.
PM: Gentrifizierung, soziale Ausgrenzung und
Rassismus sind ein Thema in Berlin-Wedding!
Allen Unkenrufen und
Kriminalisierungsversuchen zum Trotz fanden sich heute über 5000
Teilnehmer_Innen zur antikapitalistischen
Walpurgisnacht-Demonstration im Wedding ein. Kraftvoll und
lautstark zog sich der Demonstrationszug durch den Wedding.
Dabei fand die Demonstration keine verschlossenen Türen, Tore
und Fenster vor – wie von der Polizei im Vorfeld gewünscht. Im
Gegenteil:das Anliegen, auf steigende Mieten, soziale
Ausgrenzung und Rassismus aufmerksam zu machen, stieß auf viel
Anklang bei der lokalen Bevölkerung, die sich entweder auf den
Bürgersteigen einfand, oder ihre Zustimmung von Balkonen und aus
Fenstern kund tat.
Um die Mobilisierung für die Aktionen gegen Rassismus
und Soziale Ausgrenzung, am 30. April in Berlin zu unterstützen, hat der
La Rage-Infopool ein Mixtape veröffentlicht. Danke für eure
Unterstützung!
Ladet euch das Mixtape runter und kommt am 30. April
nach Wedding, um klarzustellen, das die Stadt allen gehört und das ein
würdevolles und menschliches Leben kein Privileg Weniger ist.
75 Antifaschist_innen beteiligten sich an der Demo
gegen den NS-Kriegsverbrecher & dem ehemaligem Mitglied der „Hermann
Göring“-Division in Weißensee & Hohenschönhausen. Ein ausführlicher
Bericht zur Demonstration und der Polizeischikane folgt in Kürze. Fotos:
Emil Jacobs
Seit Oktober 2011 sind sie aktiv - die Aktivist_innen
von Pussy Riot. Sie nehmen sich den öffentlichen Raum und tauchen in
U-Bahnen oder auf öffentlichen Bussen auf, um dort ein Konzert zu
machen. Nehmen den Roten Platz in Beschlag um ihre Statements
rauszuschreien, oder irritieren die Hölle aus anwesenden Nonnen und
Kirchengänger_innen mit ihrer Inszenierung in der "Christi
Erlöser"-Kathedrale. Pussy Riot ist keine homogene Gruppe, sie sind
nicht einfach nur eine Punk Band, vielmehr ein loser Zusammenhang -
undogmatisch links, feministisch, laut und vor allem: unangepasst. Ihre
Auftritte in knalligen Kleidchen und Häkel-Hassis - gepaart mit
pointierten politischen Songs - erregen nicht nur viel Aufmerksamkeit,
sondern bringen auch einigen Ärger.
Vom veganen Bananenkuchen zum germanischen
Runenpullover sind es nur 50 Schritte. Freitagmittag auf dem Antonplatz
in Weißensee, im Osten von Berlin. Der „Frischemarkt“ gastiert hier
zweimal die Woche, mit einem Bio-Bäcker-Stand, Äpfeln und Gurken aus
Brandenburg sowie Fischbrötchen. Es gibt eine grüne Wiese mit Bänken und
ins Kino Toni kommt einmal im Jahr die Berlinale mit ihrer Tour durch
die Kiezkinos. Es ist ein ruhiger Fleck in der Hauptstadt.
Antifaschistische Tour ins Grüne Bericht
von der Kundgebung in Grube
Am Sonntag den 25.03.2012 fand in Grube, einem Dorf
in der Nähe von Potsdam, eine antifaschistische Kundgebung mit ca. 60
gut gelaunten Teilnehmern gegen den Naziladen „Tönsberg“ in
Berlin-Weißensee statt, der Artikel der rechten Bekleidungsfirma „Thor
Steinar“ vertreibt. Die im strahlenden Sonnenschein stattfindende
Kundgebung unter dem Motto „Keine Geschäfte mit Neonazis“ war ein
Versuch der Antifaschist_Innen, Kontakt mit dem bis dahin nicht zu
erreichenden und in Grube wohnhaften Vermieters des Geschäfts, Klaus
Rosenthal, aufzunehmen und zudem das Problem rechter Strukturen und
Gewalt nicht nur in Berlin, sondern auch im Umland, wo Nazis leider noch
recht unbehelligt ihre Gesinnung verbreiten können, aufzuzeigen.
Wie vor kurzem erfahren, hat sich Bernd-Ullrich
Lippert eine anwaltliche Vertretung gesucht und diese hat den morgigen
Termin verschoben. Es ging um den Austausch der Schlösser des Hauses am
27.03. Was und wann nun passiert, wird sich in den nächsten Tagen
abzeichenen. Wir danken allen Unterstützer_innen ganz herzlich und ihr
werdet von uns auf dem Laufenden gehalten.
Nachdem Menschen erfolgreich das BMW-Guggenheim Lab
aus Kreuzberg ausgeladen haben, versuchen PolitierInnen, allen voran
Bürgermeister Wowereit, verzweifelt in anderen Kiezen einen Standort für
BMW-Guggenheim zu finden. Im Gespräch sind unter anderem die letzte
Grünfläche im Pfefferberg und die Freifläche in der Kastanienallee
gegenüber vom Prater.
Das Heft "Dokument A - Berliner anarchistisches
Jahrbuch 2011", welches einen libertären Rückblick auf das Jahr 2011 in
Berlin bietet, ist erschienen. Auch die North-East Antifascists [NEA]
ist mit 2 1/2 Texten vertreten, welche ihr hier nachlesen könnt:
500 Unterstützer_innen bei Demo „Schokoladen
verteidigen! Gemeint sind wir alle!“
Rund 500 Unterstützer_innen des
Schokoladens haben heute in Berlin für den Erhalt von sozialen und
kulturellen Projekten und das Recht auf Stadt demonstriert. Zeitgleich
fanden Demonstrationen in Leipzig und Hamburg statt. Gemeinsam mit
zahlreichen Berliner Haus- und Kulturprojekten, linken Gruppen und
Antifa-Strukturen hatte das Bündnis „Schokoladen verteidigen!“ zur
Demonstration „Schokoladen verteidigen! Gemeint sind wir alle!“
aufgerufen. „Die
Demonstration hat unseres Erachtens deutlich gemacht, dass die
verbliebenen sozialen und kulturellen Projekte sich ihr Recht auf Stadt
nicht nehmen lassen und auch zukünftig für deren Erhalt sowie eine
lebenswerte Stadt für alle jenseits von kapitalistischen
Verwertungsinteressen zu kämpfen. Es wird weitere Aktionen geben und
bezüglich des Schokoladens werden wir den Prozess zu dessen Erhalt genau
beobachten“, kündigte der Sprecher an. „Der politische Druck muss
aufrecht erhalten bleiben.“
Der Eigentümerbund Ost (EBO) e.V. ist ein im Januar
2012 gegründeter Verein mit Sitz in Berlin, über den aufgrund seiner
Neuheit noch relativ wenig bekannt ist. Allerdings wird bei der
Beschäftigung mit dem Vereinsprogramm relativ schnell klar, dass es sich
hierbei um eine Vereinigung von radikalen Rechten handelt, die offen
revanchistische, geschichtsrevisionistische Forderungen vertritt. Am
17.02.2012 möchte der Verein eine Pressekonferenz abhalten. Da ihm
kurzfristig der Raum im Mercure Hotel Berlin Mitte abgesagt wurde, soll
die Veranstaltung ab 10:30 in den Räumen von „Pro Deutschland“ in der
Allee der Kosmonauten 28 (Raum 515) stattfinden. Im folgenden Text sind
einige Infos rund um den EBO e.V. gesammelt.
Indymedia-Fundstück: das, vor kurzem in berlin-weißensee
eröffnete, geschäft "tönsberg", welches die bei neonazis beliebte marke
"thor steinar" verkauft, wurde mit schwarzer farbe verschönert.
bereits ende 2011 hatte der laden öffentlichen
protest verursacht. mehr als 800 menschen demonstrierten im november
unter dem motto "kein kiez für nazis - wer wegschaut stimmt zu" gegen
das geschäfft. "thor steinar" finanziert neonazis, transportiert rechte
botschaften in den öffentlichen raum und kleidet dabei neonazis
gleichzeitig so, dass sie nicht als solche wahrgenommen werden.
neoazis müssen immer wieder, egal wie sie sich tarnen, als neonazis
sichtbar gemacht werden. die neugestaltung der "tönsberg"-außenfassade
ist diesem bestreben durchaus zuträglich.
Siempre Antifa- die Initiative, ob in Berlin,
Warschau, Wien oder Madrid - zum Gedenken aller Opfer und Betroffenen
rechter Gewalt. Holt euch die brandneuen
T-Shirts und unterstützt grenzenlose Antifa-Arbeit für eine befreite
Gesellschaft.
Rechtsterrorismus und die militante Berliner
Neonaziszene
Bisher sind vier Kontakte des NSU und ihres
Unterstützer_innen-Umfeldes nach Berlin in die Öffentlichkeit gelangt.
Bereits 1998, also im Jahr des Abtauchens der drei Neonazis, sei der
Thüringer Neonazi André Kapke – er war zuvor zusammen mit Mundlos,
Böhnhardt und Zschäpe in der "Kameradschaft Jena" organisiert - in
Berlin unterwegs gewesen, um für die Unterstützung der Untergetauchten
zu werben.
Bericht: Demonstration nach rassistischem Übergriff
Berlin-Prenzlauer Berg: 900 Menschen auf Demo gegen rassistischen Übergriff
Die Demo stand unter dem Motto "Wenn Rassisten zuschlagen, sorge dafür, dass sie es nie wieder tun!".
Auf der Demo gezeigte Schilder mit Losungen wie "self-defense is a must"
unterstrichen die Forderung. Die Demo startete mit rund 500 Teilnehmer_innen um 18:15 Uhr und zog
über die Schönhauser Allee in Richtung Helmholtz Platz-Kiez.