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Die ihr vorgeworfenen Delikte klingen lapidar, scheinen für die Staatsanwaltschaft aber eine nunmehr 14monatige Haftstrafe zu rechtfertigen. Angelastet wird ihr das Mitführen eines Pfeffersprays bei den Aktionen gegen das SS-Gebirgsjäger-Treffen im bayrischen Mittenwald, der Besitz von Eiern, die sie während einer Antifa-Aktion bei sich trug oder wegen Vermummung während eines Naziaufmarsches in Berlin-Tegel, Schwarzfahren oder die Besetzung der Ausländer_Innenbehörde Lichtenberg und eines Hauses in Friedrichshain. Nach der Verlegung von Andrea in die Frauen-JVA Pankow wurde sie hier gleich als "Gesinnungstäterin" begrüßt und ihr wurde versichert, dass "man mit ihr schon fertig werden wird". Ihre Inhaftierung im Allgemeinen und diesen Versuch der Einschüchterung im Speziellen sehen wir als willkommene Einladung bei Andrea vorbeizuschauen. Darum werden wir ihr am 8. März auch gleich mit einer ganzen Demo einen Knastbesuch abstatten. Dass wir ausgerechnet am 8. März
vor den Frauenknast Pankow ziehen, ist kein Zufall. Wir wollen den
internationalen Frauenkampftag nutzen, um unsere Kritik an einer durch und durch
patriarchalen Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen. Dass wir im
"zivilisierten" Mitteleuropa nur in scheinbarer Gleichberechtigung
leben, sollte den meisten klar sein. Schönheitsdogmen, Benachteiligung,
Vergewaltigungen, widerwärtige Sprüche, Ausgrenzung... wer als Frau in dieser
Gesellschaft groß wird, muss einiges ertragen. Jene Verhältnisse spiegeln sich
auch in den Frauenknästen wieder. Durch Sozialisation und Erziehung kümmern
sich die meisten Frauen oft mehr um andere Menschen, bekommen dies aber nicht im
gleichen Maße zurück. Im Knast sind die Folgen dessen besonders fatal. Frauen
erhalten wesentlich weniger Rückhalt und Unterstützung von draußen als männliche
Gefangene. Viele Frauen haben beispielsweise durch Ehe(ähnliche)verhältnisse
sowie die Doppelbelastung als Mutter und Erwerbstätige nicht immer die Möglichkeit
und die Zeit, ein Wir möchten unseren Würgreflex gegenüber jenem alltäglichen Wahnsinn nicht länger unterdrücken, wenn es doch um so vieles schöner ist, den gesellschaftlichen Verhältnissen einfach mal gekonnt vor die Füße zu kotzen. Wir fordern die Freilassung von Andrea und des ebenfalls inhaftierten Berliner Antifa Christian sowie Freiheit für alle linken und sozialen Gefangenen! Wir haben keinen Bock auf die Scheiße die hier läuft! Wir haben keinen Bock mehr auf Nazis und Sexismus sowie auf Knäste, Abschiebelager und Zwangsanstalten jeder Art. Das Gleiche gilt auch für Bullen, Richter und andere Autoritätsfanatiker. Weg damit - meinen wir! Und weil wir gerade dabei sind und uns die Bekämpfung von Symptomen nicht ausreicht, entsorgen wir den Kapitalismus gleich mit. Seid also am 8. März dabei, wenn es heißt: Gegen Patriarchat und
Repression! Demonstration: |