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Das Unfassbare ins
Licht rücken! 9.
November 2007: 69. Jahrestag der „Novemberpogrome“
Antisemitismus
- eine „Eigenart“ der Nazis? In den Jahren seit der Machtübergabe an die
Faschisten im Januar 1933 wurde nun- staatlich gefördert und legitimiert- die
Diskriminierung der jüdisch gläubigen Bevölkerung verstärkt und
intensiviert. So wurden Gesetzesnovellen verfasst und verabschiedet, welche
deren Grundrechte beschnitt und sie kontinuierlich von der Gesellschaft
isolierte. Pankow,
Prenzlauer Berg und Weißensee oder die Verfolgung im Berliner Nord-Osten. Im
Prenzlauer Berg existierte mit einem Bevölkerungsanteil von 5,8 % die drittgrößte
jüdische Gemeinde in Berlin. Am 9. November kam in dem als „roten
Arbeiterbezirk“ betitelten Stadtteil zu schrecklichen Ereignissen: Die
Synagoge in der Schönhauser Allee wurde von hunderten „Volksgenossen“
angegriffen und niedergebrannt. Auch die Synagoge in der Rykestraße wurde
attackiert und geschändet. Jüdische Geschäfte wurden verwüstet, wie z.B. der
Eierladen des als „Eier-Juden“ bekannten Hr. Seliger in der Schönhauser
Allee. Zusammen mit seiner Frau wurde er wie viele hundert andere Personen nach
den Pogromen von der Gestapo verhaftet und deportiert. Antisemitismus:
Immer noch ein Thema (nicht nur) im Großbezirk. So
wurde in der Nacht vom 03.10. zum 04.10.1999 der jüdische Friedhof in Weißensee,
welcher als größter in ganz Europa gilt, geschändet. Dabei wurden die Gräber
der Menschen geschändet, welche zu Zeiten Nazideutschlands dort begraben
wurden. Ein ähnlicher Skandal ereignete sich nur sechs Jahre später. Im Juni
2005 wurden auf dem Friedhof vier Grabsäulen, ein Grabstein und drei Grabtafeln
umgestoßen. Nichts und Niemand ist vergessen! North-East Antifascists [NEA] - Oktober 2007
Dies
ist lediglich ein kleiner Auszug rassistischer und antisemitischer Propaganda-
und Gewalttaten der extremen Rechten im Berliner Nordosten. Sandvoß,
Hans-Rainer: Alle
Erinnerung ist Gegenwart : Rundgänge zu Orten jüdischen Lebens in Weißensee
und Hohenschönhausen / Bund der Antifaschisten Weißensee/ Hohenschönhausen,
Berlin : 1998 Inge
Lammel: Inge
Lammel:
Film-Abend:
"Aufstand im Warschauer Ghetto" Wir zeigen den Film "Aufstand im
Warschauer Ghetto": Ungefähr 400.000 Juden wurden bis 1943 aus dem
Warschauer Ghetto nach Treblinka
und in andere Vernichtungslager deportiert.
Im April 1943 erhoben sich die wenigen noch im Ghetto verbliebenen
Jüdinnen und Juden gegen den faschistischen Terror. Der Film verbindet
Zeitzeugengespräche mit einer Dokumentation über die Hintergründe und
Vorbereitungen des mutigen und kraftvollen Widerstandes im besetzten Warschau. Anfahrt: ---------------------------------------------------------------------------------- Film-Abend: “"Mir zeynen do” Wir
zeigen den Film "Mir zeynen do- der Ghetto-Aufstand und die Partisan_Innen
von Bialystock" Die Stadt Bialystok war vor dem zweiten Weltkrieg mit zirka
120.000 Einwohner_Innen (davon die Hälfte Jüd_Innen) ein bedeutendes
wirtschaftliches und kulturelles Zentrum in Ostpolen. Als im August 1943 das
Ghetto endgültig liquidiert und die BewohnerInnen in das Vernichtungslager
Treblinka transportiert werden sollten, nahmen einige hundert BewohnerInnen den
Kampf auf. Nur wenige überlebten
den Aufstand, unter ihnen sechs junge Frauen, die fortan den Widerstand der
Stadt aufrecht erhielten, bis es
ihnen gelang, den Kontakt zu ihren KampfgefährtInnen in den Wäldern
herzustellen. Anfahrt: ---------------------------------------------------------------------------------- Zeitzeugengespräch mit Paul Ostberg Paul
Ostberg, heute 90 Jahre alt, Sohn jüdischer Berliner, berichtet über sein
Leben in der Zeit des Faschismus, von der Internierung in einem Schweizer Lager
und den versuchten Kontaktaufnahmen zur Resistance in Frankreich. Dies ist eine
Veranstaltung im Rahmen der Erinnerung und Mahnung zum 69. Jahrestag der
antisemitischen Novemberpogrome. Anfahrt: ---------------------------------------------------------------------------------- Kranzniederlegung Am
morgen des 9. November wollen wir den Opfern der „Novemberpogrome“ gedenken,
indem wir uns an einer Kranzniederlegung am jüdischen Friedhof in Weißensee
beteiligen. Bringt Blumen und Kränze mit! Anfahrt: ---------------------------------------------------------------------------------- Gedenk-Kundgebung und Demo in Moabit Kundgebung
und anschließende Demonstration zum Gedenken an das Novemberpogrom von 1938. 69
Jahre nach der Reichspogromnacht von 1938. 15 Jahre nach der faktischen
Abschaffung des Rechts auf Asyl. Kein Vergeben! Kein Vergessen! Auf der
Auftaktkundgebung wird der Zeitzeuge und Holocaustüberlebende Adam König
sprechen und den Zuhörer_Innen seine Sicht auf die damaligen Ereignisse
schildern. Solidarität mit den Opfern des deutschen Antisemitismus und
Rassismus! Veranstaltet von der Antifa Initiative Moabit [AIM]. Anfahrt: ---------------------------------------------------------------------------------- Gedenk-Kundgebung in Pankow Am
Abend des 9. November wollen wir uns am Gedenken
am ehemaligen jüdischen Waisenhaus in Pankow beteiligen. Anfahrt:
Material
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