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Bunte Kuh, JUP und 54 weitere Jugendeinrichtungen stehen vor dem aus!

Im Jahr 2009 droht 47 Kinder- und Jugendeinrichtungen im Großbezirk Berlin-Pankow das Aus. Betroffen sind davon auch die Jugendclubs Bunte Kuh und JUP e.V. in Weißensee und Pankow. Dies bedeutet ganz konkret den Wegbruch eines Großteils antifaschistischer und linker Arbeit im Nordostberlin. Ohne Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Konzerte wird Nordostberlin zu einer Wüste in Sachen linker Politik. Darum findet am 10.12. eine Demonstration für den Erhalt der freien Träger statt. Kommt zur Demo!

Für eine starke alternative, linke Jugendkultur! Wir bleiben alle!

10. Dezember 2008 * Demo * 15.30 Uhr (pünktlich!) * U-Bhf. Eberswalderstraße
Abschlusskundgebung mit Elektrosoundsystem (FTP-Crew)

Unterstützt uns! Verteilt Flyer und Verlinkt die Demo:

Banner - Web
Plakat - Kopiervorlage
Flyer (Vorderseite) - Kopiervorlage
Flyer (Rückseite) - Kopiervorlage

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Berlin: Bunte Kuh & JUP stehen vor dem aus!

Im Jahr 2009 droht 74 Kinder- und Jugendeinrichtungen im Großbezirk Pankow das Aus. Betroffen sind davon auch die Jugendclubs Bunte Kuh und JUP e.V. in Weißensee und Pankow. Dies bedeutet ganz konkret den Wegbruch eines Großteils antifaschistischer und linker Strukturen in Nordostberlin. Ohne Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Konzerte wird Nordostberlin zu einer Wüste in Sachen linker Politik.

::: KURZÜBERBLICK :::

Die Mittel wurden jetzt übergangsweise bis zum März kommenden Jahres genehmigt, allerdings ist die Zukunft der Einrichtungen von dem Punkt an wieder sehr ungewiss. Der Bezirk befindet sich ab 2009 in Zwangsverwaltung und die Entscheidungen über die Zukunft der Einrichtungen liegen in der Hand des Berliner Senates. Forderungen an den Bezirk, wie in den vergangenen Kämpfen um den Erhalt der Einrichtungen, sind damit obsolet. Ab 2009 wird die Auseinandersetzung also mit dem Berliner Senat geführt werden müssen. Ein hartes Brot, aber trotzdem gewährt uns der Zeitraum bis März einen Handlungsspielraum.

Wir sind also auf jede Form der Unterstützung angewiesen. Oder anders gesagt: wir möchten sie hiermit offensiv einfordern. Die antifaschistische Bewegung im Berliner Nordosten hat sich in der Vergangenheit immer wieder aktiv in die Kämpfe um den Erhalt von linken Freuräumen in ganz Berlin eingebracht. Im Kampf gegen Neonazis oder Repression, seien es die Antifaschist_Innen Andrea und Christian oder die Genossen, gegen die zurzeit der MG-Prozess geführt wird: auf den wenigsten Veranstaltungen haben die Menschen aus unserem Spektrum gefehlt. Dies ist also eine gute Möglichkeit für Berliner Linke zu "Merci" zu sagen.

Mit dem Wegfall der Bunten Kuh oder des JUP's stirbt linke Politik in vielen Bereichen des Berliner Nordostens. Beide Projekte entstanden Anfang der 90er, als Reaktion auf den Leerstand, den Mangel an Jugendclubs und den massiven Naziterror dieser Zeit. Und weil es ohne nun mal Düster aussieht werden wir uns dagegen stellen.

Im Großbezirk Pankow hat sich ein breites Bündnis aus Einrichtungen im Sozial-, Kinder- und Jugendbereich konstituiert, was für den 10. Dezember eine Bündnisdemostration zur BVV-Pankow organisiert. Im "Pankower Aktionsbündnis für Kinder und Jugendliche" sind alle 47 Einrichtungen vertreten. Außerdem erhielt es jetzt auch Unterstützung und Zulauf durch soziale Einrichtungen, da eben auch gegen Einrichtungen Kürzungen vorgesehen sind, die im Bereich "Migration", "Frauen" oder "Obdachlose" aktiv sind. Für den 10. Dezember ist also mit einer großen Demonstration zu rechnen, die auch eine starke Unterstützung durch die Bevölkerung erhalten wird.

Wir werden auf Indymedia weiter über den Verlauf der Proteste berichten und wollen an dieser Stelle noch mal den Aufruf für die Demonstration am 10.12.2008 dokumentieren.

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::: AUFRUFE ZUR DEMONSTRATION AM 10. DEZMBER 2008 :::

Wir stellen uns quer!
Keine Streichungen im Großbezirk Pankow -
Hände weg von den Kinder-, Jugend- und Sozialeinrichtungen!

Demonstration am 10. Dezember 2008:

Ab dem Jahr 2009 droht 47 Einrichtungen für Kinder und Jugendliche im Großbezirk Pankow das Aus!

Betroffen sind zurzeit alle Einrichtungen, die der Freien Trägerschaft unterliegen. Da sich viele Einrichtungen im Bezirk auf diese Weise finanzieren, würden die Kürzungen das Aus für eine hohe Zahl an Schüler- und Jugendclubs, Werkstätten, Abenteuerspielplätzen und Kinderbauernhöfen sowie Spielzentren bedeuten. Nicht nur für die 3.000 Kinder und Jugendlichen, die die Einrichtungen täglich nutzen, ist dies ein harter Schlag. Auch für werktätige
Elternteile sind die Anlaufpunkte und Betreuungsangebote für deren Kinder eine enorme Entlastung. Außer den Jugendlichen und deren Familien ist noch eine Vielzahl an Menschen von den Streichungsplänen betroffen, die beispielsweise Obdachloseneinrichtungen, Frauenzentren oder Beratungsangebote für MigrantInnen nutzen.

Die genannten Freien Träger erhalten vom Bezirk eine jährliche Förderung von etwa 2 Millionen Euro. Bei einem Gesamthaushalt von 580 Millionen und einem Defizit von 30 Millionen fallen diese Einsparungen allerdings kaum ins Gewicht. Zumal es die einzigen Einsparungen sind, die der Bezirk plant. Die Erfahrung zeigt, dass jeder bei der Kinder- und Jugendarbeit, jeder bei der Vorsorge eingesparte Euro ein Vielfaches an Folgekosten bedeutet für Einzelfallhilfen, Heimunterbringungen oder die Jugendgerichtshilfe. Statt dass der Staat mehr in den Bau von Jugendstrafvollzugsanstalten investiert, sollte das Geld in die sozialen Bereiche fließen. Denn wer keine finanziellen Mittel für die Arbeit mit den Jugendlichen zur Verfügung stellt, darf sich nicht über "Jugendkriminalität" und "Jugendgewalt" beklagen.

Wir können nichts für die finanzielle Pleite des Großbezirkes Pankow und wollen diese auch nicht ausbaden. Wir haben mit viel Eigeninitiative und persönlichem Engagement in den letzten Jahren in Pankow soziale Netzwerke geschaffen. Es sind Orte, an denen wir uns nach der Arbeit oder der Schule treffen oder wo wir unseren Tag verbringen können. Viele der anfallenden Kosten dafür haben wir in der Vergangenheit auch persönlich abgefedert.

Wir, das sind Jugendliche, Kinder und junge Erwachsene, das sind die Eltern des Bezirks Pankow, das sind die SozialarbeiterInnen der Einrichtungen. Wir haben einiges erreicht und werden uns dies nicht ohne Weiteres nehmen lassen.

Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin wird aufgrund der Vorlage des Senats von Berlin am 10. Dezember 2008 voraussichtlich eine unbefristete Haushaltssperre für Pankow beschließen. Kommen die Pläne durch, wird Pankow ab dem neuen Jahr zu einem Brachland im Bereich Jugend und Soziales. Damit stehen wir nicht allein. So streiten auch die Bibliotheken im Bezirk um ihre Existenz. Wir sind daher auf jede Hilfe angewiesen - gerade auch von denen, die jetzt noch nicht betroffen sind. Denn die Streichung der Freien Träger ist nur der erste Schritt
für die Kürzung von Bereichen, die jetzt noch nicht betroffen sind.

Kommt darum am 10. Dezember 2008, dem Tag der Abstimmung, mit uns auf die Straße, um für den sofortigen Stopp aller geplanten Kürzungsprogramme zu demonstrieren.

Seid kreativ und denkt euch was aus. Bastelt Schilder und Transparente, bringt Instrumente und Soundsystems mit!

10. Dezember 2008 * Demo * 15.30 Uhr * U-Bhf. Eberswalderstraße
Abschlusskundgebung: 17.00 Uhr * BVV-Fröbelstraße

Vor der BVV wird es noch ein Elektro-Sounsytsem geben.
Dank an dieser Stelle an die FTP-Crew

 

Wir Stellen uns quer - Demonstration am 10.12.2008

Aufruf des Pankower Aktionsbündnisses für Kinder und Jugendliche zur Demonstration gegen Kürzung im Kinder und Jugendbereich, sowie sozialen, migrationspolitischen Einrichtungen und bei Frauenprojekten.

47 Einrichtungen für Kinder und Jugendliche im Bezirk Pankow droht das AUS. Hinzu kommen noch weitere Sozialeinrichtungen für Erwachsene.

Betroffen sind Schülerclubs, Abenteuerspielplätze, Kinderbauernhöfe, Spielzentren, Werkstätten und andere Freizeitangebote. Betroffen sind vor allem etwa 3.000 Kinder und Jugendliche, die regelmäßig von diesen Angeboten Gebrauch machen. Und deren Familien.

Betroffen sind letztlich wir alle. Die Erfahrung zeigt, dass jeder bei der Kinder- und Jugendarbeit, bei der Vorsorge eingesparte Euro ein Vielfaches an Folgekosten bedeutet für Einzelfallhilfen, Heimunterbringungen, Jugendgerichtshilfe …

Die genannten Einrichtungen werden vom Bezirk mit etwa 2 Millionen Euro jährlich gefördert. Bei einem Gesamthaushalt von 580 Millionen und einem Defizit von 30 Millionen fallen diese Einsparungen kaum ins Gewicht. Zumal es die einzigen Einsparungen sind, die der Bezirk plant.

Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin wird aufgrund der Vorlage des Senats von Berlin am 10. Dezember 2008 voraussichtlich eine unbefristete Haushaltssperre für Pankow beschließen. Damit stehen Einrichtungen der freien Träger der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit ab dem 1. Januar 2009 im Aus.

Mit der Verweigerung der Mittel für freie Träger werden Werte und Ressourcen in unschätzbarer Höhe vernichtet, die durch Eigeninitiative der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Jugendlichen und ihrer Eltern über Jahre entstanden sind. Ebenso die investierten öffentlichen Fördermittel.

Das Aktionsbündnis fordert die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker im Bezirk und im Senat auf, die Schließung der Kinder- und Jugendeinrichtungen nicht zu beschließen. Dafür werden wir am 10. Dezember 2008 um 17:00 Uhr, dem Tag der Abstimmung, vor dem Bezirksamt Pankow unser Gesicht zeigen.
Die Demonstration beginnt um 15:30 Uhr am UBahnhof Eberswalder Straße bzw. um 16:30 Uhr am S-Bahnhof Prenzlauer Allee!

Wir rufen Kinder und Jugendliche und alle direkt oder indirekt betroffenen Bürgerinnen und Bürger dazu auf, diesen Aufruf durch ihre Unterschriften und ihre Teilnahme an Protestveranstaltungen zu unterstützen.

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::: WEITERE INFORMATIONEN :::

findet ihr hier:
Aktionsbündnis Pankow
North-East Antifascists [NEA]